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Es gibt einen sehr verbreiteten Börsenaphorismus: "Gleichgültig in welche Richtung sich die Marktpreise bewegen, gib es immer einen Analytiker, der die Bewegung so vorausgesagt hat." Man weiß, dass in jedem Witz ein bisschen Wahrheit steckt. In Wirklichkeit ist es doch aber so: Man schaut sich Wirtschaftsnachrichten und Finanzportale an und stellt fest, dass Ökonomen, Vertreter verschiedener Unternehmen und andere professionelle Marktteilnehmer widersprüchliche Prognosen veröffentlichen. Jeder vernünftige Mensch hatte bestimmt folgende Gedanken: Was habe ich - Normalsterblicher - auf den Finanzmärkten verloren? Öfters ist es auch so, dass ein und derselbe Analytiker in seinem fünfminütigen Beitrag es schaftt, zuerst gute Gründe zu nennen, warum Kurse steigen werden und im nächsten Moment sagt er, warum trotz dieser Gründe Kurse fallen können. Folgende Situation: Abend. Wall Street. Die Börse ist geschlossen. In einen überfüllten Aufzug versucht sich ein Analytiker hineinzuquetschen. Müde Trader nach einem harten Arbeitstag begrüßen ihn mit der Frage: "Wenigstens hier kannst du dich entscheiden? Nach oben oder nach unten?" Der Sinn dieser witzigen Geschichte ist tiefer als es auf den ersten Blick scheint. Hier wird eindeutig der Unterschied zwischen den Markttheoretikern und Praktikern dargestellt. Im Laufe des Tages gibt es eine Kursschwankung nach oben oder nach unten. Es ist auch möglich, dass der Tagesschlusskurs sich von dem Eröffnungskurs nicht unterscheidet. Das ist nur die abstrakte Sichtweise eines Analytikers. Trader, die Geldmittel verwalten, profitieren aber von diesen Kursbewegungen innerhalb eines Tages und erzielen hohe Gewinne. Im Großen und Ganzen ist es für einen aktiven Trader nicht wichtig, wo der Kurs in einer Woche oder in sechs Monaten sein wird. Die Frage bleibt aber: Ist es möglich eine Marktbewegung vorherzusagen? In jedem Fall gibt es genug Skeptiker. Ohne sich aber diese philosophische Frage zu stellen, handeln sehr viele Trader Tag für Tag mit Devisen und Wertpapieren und erzielen dabei hohe Gewinne. Die Antwort auf diese Frage ist ganz einfach: Die Kursentwicklung kann man prognostizieren und sogar ganz genau. Nur gibt es drei "aber": 1) Das Verhalten des Marktes kann man nicht zu jeder Zeit vorhersagen. Wenn man die Kursentwicklung versteht, nur dann kann man Positionen eröffnen. 2) Langfristige Prognosen haben wenig Sinn. Schon morgen können bestimmte Nachrichten veröffentlicht werden und dann muss man die Prognose überarbeiten. In einem Monat oder in 6 Monaten kann viel passieren. Selbst im Wirtschaftskalender sind nur einige makroökonomische Indikatoren für jedes Land enthalten. Deshalb schaut ein guter Trader oder Investor nur 1-2 Schritte voraus. Der Trader oder Investor bestimmt die wahrscheinliche Bewegungsrichtung (nach oben, nach unten, seitwärts) und möglichen Korridor, in dem der Kurs in Abhängigkeit von Ereignissen und Umständen schwanken kann. Nur diese Informationen werden verwendet. Über alles andere kann man sich bei einer Tasse Tee unterhalten. 3) Um die Richtung der Kursbewegung und die Grenzen des Korridors zu bestimmen, muss man eine Reihe von Regeln der Marktanalyse kennen: Auf was man achten und auf was man nicht achten sollte. Um diese Gesetzmäßigkeiten zu verstehen, braucht es seine Zeit. Im weiteren Verlauf werden wir zeigen, welche Methoden der Marktanalyse und Prognose es gibt.
Es werden zwei Methoden angewendet: Fundamentalanalye und technische Analyse. Die Fundamentalanalyse untersucht die Ursache der Bewegung. Die Währung deren Länder werden teurer, deren Volkswirtschaften zurzeit besser oder stärker an die Gegebenheiten angepasst sind. Oder eine erhöhte Nachfrage nach dieser Währung, die aufgrund günstigeren politischen und finanziellen Rahmenbedingungen entstanden ist, könnte der Grund der Aufwertung der Währung sein. Manche Dinge sind offensichtlich: Investoren würden keine Geldmittel in eine Kriegsregion oder instabile Region anlegen. Bei gleichen Bedingungen würde man aber auch in Länder, die neutral sind (wie z.B. die Schweiz), investieren. Es ist auch möglich, dass die bevorstehenden Wahlen oder erhöhte terroristische Aktivität die Währung beeinflussen können. Aber zum größten Teil haben doch die wirtschaftlichen Faktoren den größeren Einfluss. Ob die Währung steigt oder fällt, das kann man anhand einer Reihe von Standardfragen beantworten, z.B. steigt oder sinkt die Arbeitslosigkeit, Beschäftigung, Inflation, Bruttosozialprodukt, der Verkauf von Immobilien und anderen Waren? Wo gibt es höhere Wachstumsraten: in den USA, in Europa oder in Asien? Ob das Land mehr importiert oder exportiert? Welche Politik verfolgt die Zentralbank? Wie hoch sind die Zinssätze für Einlagen und Kredite? Ob das Vertrauen der Investoren in eine bestimmte Währung hoch ist? Steigt oder sinkt der Öl- und Goldpreis oder der Aktienindex? Vor allem interessieren Anleger eine Reihe von statistischen Daten sowie Aussagen von bekannten Analysten und Ökonomen. Es ist nicht immer leicht Entscheidungen nur aufgrund von wirtschaftlichen Statistiken oder der Analyse der politischen Lage zu treffen, besonders nicht wenn man keine spezielle ökonomische Ausbildung hat. Und hier kommt eine Rettung in Form eines einfachen - in der Praxis vielleicht noch nützlicheren - Ansatzes: Es handelt sich um die technische Analyse. Die Erfahrung zeigt, dass die fundierten Kenntnisse der technischen Analyse für den Handel wichtiger als die exzellenten Kenntnisse der Weltwirtschaft sind. Die technische Analyse untersucht vergangene und aktuelle Kursschwankungen, z.B. wie hoch oder tief sind die Kurse in der Vergangenheit (im letzten Monat, vor ein paar Jahren, gestern, letzte Nacht oder heute Morgen ) gestiegen oder gefallen? Diese Information, die in den Charts enthalten ist, hilft die Bewegung des Marktes mit einer sehr guten Genauigkeit zu prognostizieren. Einer der Grundsätze der technischen Analyse besagt: Im Preis ist alles berücksichtigt. Man muss diese Aussage aber etwas korrigieren. Im Preis ist fast alles berücksichtigt: und zwar vergangene, gegenwärtige und zukünftige Erwartungen. Wenn die Zukunft den Erwartungen des Marktes entspricht, so müssen Trader, um eine Entscheidung zu treffen, nur die Charts analysieren. Wenn die Wirtschaftsstatistik oder politische Ereignisse sehr stark von der Erwartung (Prognose) abweichen oder noch bestimmte Überraschungen mit sich bringen, so kann dies alles zu einer starken Bewegung, die die ganze technische Analyse "kaputt" macht, führen. In dem Moment wird es offensichtlich, dass man die Fundamentalanalyse nicht außer Acht lassen kann, denn die Fundamentalanalyse hilft Veränderungen auf dem Markt und Ausmaß dieser Veränderungen rechtzeitig zu verstehen. Ein guter Trader verwendet beide Prognosemethoden. Selbst wenn man sich nur auf die technische Analyse konzentriert, soll man wenigstens die Fundamentalanalyse im Groben kennen. Die technische Analyse funktioniert aus dem Grund, dass vergangene Bewegungen des Preises schon alle Meinungen und Einschätzungen des Marktes, die zu unterschiedlichen Zeitpunkten gemacht wurden, sowie Reaktionen der meisten Investoren auf unterschiedliche wirtschaftliche und politische Ereignisse einschließen. Kurs-Charts sind Abbilder von Nachrichten, die allerdings durch die Wahrnehmung von Marktteilnehmern verzerrt sind. Die vorherrschende Meinung, die in der Bewegung der Geldströme ausgedrückt wird, bestimmt die Richtung und die Stärke jeder Bewegung. Linien in einem Chart bilden logische und gut verständliche Signale: Wann muss man kaufen und wann verkaufen. Wenn es keine Signale gibt, so muss man abwarten und nichts machen. Um zu wissen, welche Signale es gibt und was zu erwarten ist, so müssen Sie sich gut vorbereiten. Sie können darüber mehr erfahren, indem Sie unser Einführungsseminar oder unseren praktischen Unterricht besuchen. Hier erklären wir nur die grundlegenden Begriffe. Trendlinien sind für den Markt wichtige Grenzen, die von fast allen Marktteilnehmern gesehen und beachtet werden. Zum Teil geschieht es aus objektiven Gründen, zum anderen Teil geschieht es so, weil jeder Investor davon überzeugt ist, dass der Preis an einer Trendlinie anhält und umkehrt. Aus diesem Grund werden die besten Positionen von den Trendlinien eröffnet. Als Unterstützungslinie (support) wird eine Trendlinie, die verhindert, dass der Preis weiter fällt, genannt. In der Regel hält der Markt vor einer Unterstützungslinie an und es gibt einen "Abprall" nach oben. Eine Unterstützungslinie kann für den nächsten Tag, für die nächste Woche oder für einen längeren Zeitraum die untere Grenze eines Preiskanals bilden. In allen andere Fällen ist die Unterstützungslinie ein vorübergehendes, aber vor dem weiteren Fall ein spürbares Hindernis. Als Widerstandslinie (resistance) wird eine Trendlinie, die verhindert, dass der Preis weiter steigt, genannt. Ansonsten funktionieren die Unterstützungs- und Widerstandslinie auf gleiche Weise. Als Unterstützungs- und Widerstandslinien werden in einem Chart oft wichtige horizontale Trendlinien genannt. Es ist aber auch durchaus möglich, dass die Unterstützungs- und Widerstandslinie einen gewissen Neigungswinkel haben. Ein weiterer wichtiger Begriff der technischen Analyse ist die Tendenz oder der Trend. Wenn der Markt über einen längeren Zeitraum wächst, dann spricht man von einem Aufwärtstrend (engl. bullish). Wenn die Kurse fallen, so wird dieser Trend als Abwärtstrend (engl. bearish) bezeichnet. Wenn der Markt sich in keine bestimmte Richtung entwickelt und der Kurs um etwa gleiche Preise schwankt, so wird dieser Trend als Seitwärtstrend bezeichnet oder man kann sagen, dass es keinen Trend gibt. Der Begriff "Trend" ist nicht absolut. Betrachtet man einen Zeitraum von einigen Jahren, so kann der Markt wachsen. Gleichzeitig, z. B. in der Periode von einem Monat, kann der Markt fallen. Würde man aber noch kleinere Perioden nehmen, z.B. einige Tage oder Stunden, so könnte es sich um einen Seitwärtstrend handeln. Damit die Marktanalyse richtig ist und die meisten Positionen positiv sind, müssen Trends aller Zeitperioden berücksichtigt werden. Wie findet man richtige Unterstützungs- oder Widerstandslinien? Welche Trendlinien sind stark und welche nicht? Wie erkennt man die Richtung des Trends? Wie groß kann die Korrektur von den Unterstützungs- oder Widerstandslinien sein, bevor die Bewegung wieder in Richtung des Trends erfolgt? Wie kann man erkennen, ob es eine Trendumkehr gibt? Die Liste der möglichen Fragen ist sehr lang.
Bevor man eine Position (Kaufen oder Verkaufen) eröffnet, muss man einen Trading-Plan erstellen. Ein Trading-Plan erfasst eine Reihe von mehreren wichtigen Entscheidungen. Hier ist nur eine kleine Auflistung: Mit welchen Währungspaaren soll man handeln, in welche Richtung (nur nach oben, nur nach unten oder abwechselnd in beide Richtungen), unter welchen Voraussetzungen man am besten Positionen eröffnet, welche Ziele man wählt und wie hoch dürfen mögliche Risiken sein.
Ein einfacher Trading-Plan enthält 3 Komponenten: 1) In welche Richtung, zu welchen Preisen und unter welchen Bedingungen ist der Trader bereit, eine Position zu eröffnen. Ein Trading-Plan kann Folgendes enthalten: Nachdem die Nachrichten zum BIP in den USA veröffentlicht sind, Kauf von EUR/USD zum Preis von 1,3710 – 1,3750. Oder : Verkauf nach einem „Abprall“ von der oberen Grenze (Widerstandslinie) zum Preis von 1,3940 – 1,4040. 2) Gewinnziele (Take Profit (T/P)): Welchen Ertrag kann man unter bestimmten Umständen von dieser Position erwarten. Im Trading-Plan kann Folgendes stehen: Bei guten Nachrichten kann der Kurs bis zur nächsten Widerstandslinie bei 1,4040 steigen. Bei eher einer ruhigen Bewegung des Marktes kann das Minimalziel erreicht werden, z.B. 50-60 Punkte. 3) Verlustgrenze (Stop Loss (S/L)): Wenn die erstellte Prognose sich nicht als richtig erwiesen hat und nicht in die gewünschte Richtung verläuft, so muss die Position rechtzeitig geschlossen werden, damit Verluste nicht so groß sind. Ein wichtiger Grundsatz lautet wie folgt: Gewinne wachsen lassen, Verluste rechtzeitig minimieren. Laut Statistik sind in einem guten Handelssystem 7-8 von 10 Positionen profitabel, andere führen zu Verlusten. Deswegen ist es auch wichtig, dass der Gewinn aus den profitablen Positionen die Verluste übersteigt. Man muss sich an die Money-Management-Regeln halten.
Es ist wichtig, dass man Stop Loss (Verlustbegrenzung) nicht nur in einem angemessenen Abstand (nicht zu weit weg) von dem Einstiegspreis setzt, sondern aber auch in einem angemessen Abstand aus Sicht der technischen Analyse (nicht zu nah).
Wenn der Trading-Plan weitgehend erstellt ist, dann kann man zusätzliche Handelssignale benutzen, die helfen, einen günstigen und genaueren Einstiegspunkt zu finden. Jedes zusätzliche Signal ist nur als Ergänzung zum bereits davor erstellten Trading-Plan anzusehen. Zu den klassischen Arten von Handelssignalen gehören sogenannte Kursformationen der technischen Analyse. Wenn im Chart eine bestimmte Kursformation erscheint, so weist diese Kursformation daraufhin, ob der Trend sich fortsetzt, ob es zu einer Trendumkehr kommt oder ob es einfach einen Seitwärtstrend gibt. Oft zeigt eine Kursformation, ob der Kurs einen Hoch- oder Tiefpunkt erreicht hat.
Nicht selten verwendet man Computerindikatoren, die als ein unabhängiger Teil der technischen Analyse angesehen werden kann. Die Computerindikatoren erzeugen auch zusätzliche Handelssignale. In der Arbeit mit Computerindikatoren muss man gewisse Regeln beachten. Man muss wissen, wie und in welcher Situation man bestimmten Computerindikator verwendet oder nicht. Sie werden das alles erfahren, wenn Sie unsere Schulung gemacht haben. Erfahrene Trader betonen, dass die Computerindikatoren die einfache grafische Methode der technischen Analyse ergänzen, aber nicht ersetzen. Obwohl die Computerindikatoren eine nützliche Ergänzung zu einem Handelssystem sind, kann man aber auch erfolgreich handeln, ohne einen einzigen Computerindikator zu kennen. Vergessen Sie eines nicht: Je komplizierter es ist, bedeutet nicht unbedingt, dass es auch besser ist.
Das Erlernen verschiedener Methoden der Fundamentalanalyse und der technischen Analyse soll jedem Trader helfen, ein effektives und profitables Handelssystem zu entwickeln. Im weiteren Verlauf soll jedes gewählte Handelssystem unter Berücksichtigung folgender Faktoren, wie z.B. die Höhe des Kontostandes, Wahl der Handelsstrategie (konservativ (vorsichtig) oder aktiv (Ziel: Gewinnmaximierung)), die psychologische Merkmale des Investors oder des Traders, verändert werden. Das Handelssystem passt man also an die speziellen Bedürfnisse jeden Traders.
Ein Chart wird nicht nur durch eine Kurve oder eine gestrichelte Linie dargestellt. Es besteht aus einzelnen Elementen. Jedes Element entspricht der gewählten Zeitperiode. Bei der technischen Analyse wählt man in der Regel zwischen Tages (D1)-, 4-Stunden (H4)-,1-Stunde (H1)-Zeitperiode aus. Um sich eine Bewegung über eine längere Zeit zu betrachten, gibt es eine Monats (MN)- oder eine Woche (W1)-Zeitperiode. Wenn man Details anschauen möchte, so kann man eine M30 (30 Minuten)-, M15 (15 Minuten)-, M5 (5 Minuten)- und M1 (1 Minute)-Zeitperiode nutzen. Bei so kleinen Zeitperioden kann man zwar mehr Details erkennen, nur erfahrene Trader empfehlen nicht, sich mit der Suche von Gesetzmäßigkeiten bei diesen Zeitperioden zu beschäftigen. Öfters ist es so, dass diese Gesetzmäßigkeiten nur durch einen Zufall entstanden sind. Die kleinen Zeitperioden helfen aber, einen besseren Einstiegspunkt zu finden.
In jeder Zeitperiode gibt es 4 Parameter:
1) Eröffnungskurs (O, open): Es ist der erste Preis eines Intervalls. Wenn z. B. die Stunde beginnt, so ist es die erste Wechselkursnotierung des Systems.
2) Maximaler Kurs (H, high): Das ist der höchste Preis eines Intervalls.
3) Minimaler Kurs (L, low): Das ist der niedrigste Preis eines Intervalls.
4) Schlusskurs (C, close): Es ist die letzte Wechselkursnotierung eines Intervalls, die auch diesen Intervall schließt. Danach folgt die Wechselkursnotierung des nächsten Intervalls.
Natürlich eröffnet und schließt der Markt nicht jede Stunde oder jede fünf Minuten. Die Begriffe „Eröffnungskurs“ und „Schlusskurs“ wurden von den Aktien- und Warenmärkten übernommen. Tatsächlicher Eröffnungs- bzw. Schlusskurs des Devisenmarktes sind der Eröffnungskurs am Anfang der Woche und der Schlusskurs am Ende der Woche. Für die Analyse verwendet man zwei Arten von Charts: Bars (Balken) und Candlesticks. Bars und Candlesticks sind die kleinsten Elemente des Charts für einen bestimmten Zeitraum, die auch den Charts ihre Namen geben. Zum Beispiel in der Zeitperiode H1 wird ein Bar oder ein Candlestick innerhalb einer Stunde und in der Zeitperiode D1 ein Tag innerhalb eines Tages gebildet. Ein Tageschart zeigt nicht die Bewegung des letzten Tages, sondern das ist ein Chart, in dem jedes Element (Bar oder Candlestick) ein Tag ist. In einem M15-Chart stellt jeder einzelne Bar oder jeder einzelne Candlestick ein Intervall von 15 Minuten dar. Der Tageschart selbst kann eine Kursentwicklung eines Jahres, ein 15-Minuten-Chart eine Entwicklung von mehreren Tagen oder sogar einer Woche abbilden. Zwischen Bars und Candlesticks gibt es keine grundlegende Unterschiede: Bars und Candlesticks enthalten die gleiche Information, nur die Darstellungsweise unterscheidet sich. Die Hauptparameter eines Bars (Eröffnungskurs, Hoch, Tief, Schlusskurs) werden mit kleinen horizontalen Linien abgebildet. Bei Candlesticks werden die gleichen Parameter in Form eines sogenannten Körpers (weiß und schwarz) und Schatten (beide Endpunkte der Kerzen) dargestellt. Die Candlestick-Charts sind anschaulicher als Bar-Charts, da die Farbe von Candlesticks – davon abhängig, ob ein Candelstick steigt oder fällt – unterschiedlich ist. Bei einem Bar-Chart muss man schon genauer hinsehen, um zu erkennen, ob ein Bar fällt oder steigt. Aus diesem Grund bevorzugen die meisten Trader Candlestick-Charts. Im Westen benutzt man diese Chartart erst seit den 80-er Jahren des 20. Jahrhunderts. Auf den Reisbörsen in Japan hat man diese Chartart schon im 18. Jahrhundert verwendet. Die Candlesticks sind nicht nur eine Methode der Aufzeichnung von Wechselkursnotierungen, sondern mit Candlesticks ist auch eine spezifische Methode der technischen Analyse verbunden. Auf den Bar- und Candlestick-Charts ist es ganz einfach Unterstützungs- bzw. Widerstandslinien, Trend, bestimmte Kursformationen zu zeichnen. Es gibt auch noch zwei weitere Chartarten. Bei einem Linien-Chart werden Schlusskurse miteinander verbunden. Die Linien-Charts sind jedem ganz gut bekannt, denn diese Charts sind in der Presse und im Fernsehen sehr oft vorzufinden. Diese Charts sind zur Veranschaulichung der Richtung einer Bewegung gut, leider gehen aber viele Details, die jedem professionellen Marktteilnehmer wichtig sind, verloren. Auf dem Linien-Chart sieht man nicht die Entwicklung innerhalb einer bestimmten Zeitperiode, wie zum Beispiel wie hoch der Preis innerhalb dieser Periode gestiegen und wie tief der Preis innerhalb dieser Periode gefallen ist. Aus diesem Grund analysiert man Bar- oder Candelstick-Charts, wenn ein Handelsplan erstellt werden soll. Es wird auch der sogenannte Point & Figure Chart benutzt (sehr selten). Die Idee, die hinter diesem Chart steht ist folgende: Wenn der Kurs steigt, zeichnet man ein „X“. Wenn der Kurs fällt, dann zeichnet man ein „O“. Der Übergang von „X“ auf „O“ und umgekehrt erfolgt erst, nachdem es eine Umkehr der Bewegung (eine festgelegte Anzahl von Punkten wurde erreicht) gegeben hat.
Was ist FOREX?
Wie kann ich mir diesen Markt zunutze machen? Begriffe und InstrumenteWie kann ich Geld auf das Konto einzahlen? Wie kann ich Geld vom Konto abheben?Welche Währungen werden auf dem Devisenmarkt gehandelt?Gleichstellung von "Bullen" und "Bären: Nach oben oder nach unten - für uns nicht wichtigFOREX - der Markt mit der absoluten LiquiditätAlle Zeitzonen: Globale Ausrichtung des MarktesHauptteilnehmer des Devisenmarktes (FOREX)Wechselkurse, Punkte und SpreadsLotHebel: eine Risiko- oder Gewinnquelle?Swap OvernightGewinn- und Verlustermittlung von Transaktionen: einige Beispiele |